FACHVORTRÄGE UND -TAGUNGEN
Unsere Fachvorträge bieten kompakte, praxisnahe Weiterbildung zu aktuellen Themen der tiergestützten Intervention.
Sie sind einzeln buchbar und richten sich an alle Interessierten, die ihr Fachwissen gezielt erweitern und vertiefen möchten.
Alle Fachvorträge gelten als TAT-Weiterbildung und werden auch von der staatlichen Prüf- und Koordinationsstelle für Therapiebegleithunde als Fortbildung anerkannt.
22. September 2026 | Was tun mit schwer zu vermittelnden Tierheimhunden, welche Wege gibt es?
Tierwohl, Verantwortung oder Wegwerfen?
Uhrzeit: 18:00–20:00 Uhr
Format: Live (Online via Zoom)
Vortragende: MMag.a Dr.in Madeleine Petrovic
Inhalte & Vortragende:
MMag.a Dr.in Madeleine Petrovic berichtet über ihre Meinung zu einer neuen Studie des Messerli-Instituts, in der vorgeschlagen wird, Hunde, die länger als ein Jahr im Tierheim sitzen und schwerer zu trainieren sind, zu euthanasieren.
Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, setzt sich in diesem Fachvortrag mit der aktuellen Diskussion rund um schwer vermittelbare Tierheimhunde auseinander. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Situation sogenannter „Langzeitsitzer“ sowie die tierschutzfachlichen, ethischen und bürokratischen Herausforderungen, die mit einer langfristigen Unterbringung verbunden sind, und wie sie ethisch, tierwohlkonform und korrekt zu beantworten wären.
Besonders geeignet für:
Therapiebegleithundeführer:innen, Hundetrainer:innen sowie Fachkräfte aus Tierschutz, Tierheimwesen, tiergestützter Intervention, Pädagogik und Sozialbereich sowie alle Interessierten, die sich mit Hundeverhalten, Tierwohl und dem verantwortungsvollen Umgang mit schwer vermittelbaren Tierheimhunden auseinandersetzen möchten.
Anrechnung als Fortbildung:
Der Vortrag wird sowohl von TAT als auch von der staatlichen Prüf- und Koordinierungsstelle für Therapiebegleithunde im Ausmaß von 2 Stunden als Fortbildung anerkannt.
Kosten:
€ 60,– (TAT-Mitglieder € 45,–)
1. Oktober 2026 | Wenn Gehorsam mit Eignung verwechselt wird
Eine kritische Analyse von PADA aus Sicht von Tierwohl, Agency und Consent
Uhrzeit: 18:00–20:00 Uhr
Format: Live (Online via Zoom)
Vortragende: Dr.in Sandra Foltin
Inhalte & Vortragende:
Wann ist ein Hund für tiergestützte Einsätze geeignet – und was können standardisierte Eignungstests tatsächlich darüber aussagen?
Sandra Foltin setzt sich in diesem Fachvortrag kritisch mit dem Personality Assessment for Dogs in Animal Assisted Interventions (PADA) auseinander. Grundlage ist ihre 2026 in Frontiers in Psychology veröffentlichte Publikation „Agency denied: PADA and the perils of paternalistic dog care“.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Gehorsam, Vorhersagbarkeit und das Verhalten eines Hundes in standardisierten Testsituationen ausreichen, um seine Eignung für tiergestützte Einsätze zu beurteilen – und welche Rolle dabei Tierwohl, individuelle Persönlichkeit, Agency, freiwillige Beteiligung und die Kompetenz der Hundeführer:innen spielen.
Anhand der einzelnen PADA-Testsituationen zeigt Sandra Foltin auf, wo standardisierte Eignungsbeurteilungen aus Sicht aktueller Tierwohlkonzepte an ihre Grenzen stoßen und wie Prüfung und Einsatz stärker an den individuellen Bedürfnissen und Ausdrucksmöglichkeiten des Hundes orientiert werden können.
Thematisiert werden unter anderem:
• PADA und die Beurteilung der Eignung von Hunden für tiergestützte Einsätze
• Gehorsam und Vorhersagbarkeit versus individuelle Eignung
• Tierwohl, Agency und Consent – was bedeuten Wahlmöglichkeiten und freiwillige Beteiligung für den Hund?
• Stress, Bewältigungsstrategien und die Möglichkeit zum Rückzug bzw. Opt-out
• Die Bedeutung der Mensch-Hund-Beziehung und der Kompetenz der Hundeführer:innen
• Möglichkeiten und Grenzen standardisierter Eignungstests
• Impulse für eine moderne, tierwohlorientierte Beurteilung von Mensch-Hund-Teams
Ihr Mehrwert:
• Aktuelle wissenschaftliche Perspektiven auf Eignungsbeurteilungen in der tiergestützten Arbeit
• Ein vertieftes Verständnis von Tierwohl, Agency und freiwilliger Beteiligung
• Kritische Reflexion von Gehorsam, Belastbarkeit und vermeintlicher „Eignung“
• Neue Perspektiven auf die Rolle und Verantwortung der Hundeführer:innen
• Praxisrelevante Impulse für einen tierwohlorientierten Umgang in Ausbildung, Prüfung und Einsatz
Besonders geeignet für:
Therapiebegleithundeführer:innen, Trainer:innen und Prüfer:innen sowie Fachkräfte aus tiergestützter Intervention, Therapie, Pädagogik und Sozialbereich und alle Interessierten, die sich mit Tierwohl, Eignungsbeurteilung und der verantwortungsvollen Gestaltung tiergestützter Einsätze auseinandersetzen möchten.
Anrechnung als Fortbildung:
Der Vortrag wird sowohl von TAT als auch von der staatlichen Prüf- und Koordinierungsstelle für Therapiebegleithunde im Ausmaß von 2 Stunden als Fortbildung anerkannt.
Kosten:
€ 60,– (TAT-Mitglieder € 45,–)
29. Oktober 2026 | Unser Recht auf ein Leben mit Tieren
Mensch-Tier-Beziehungen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Ethik
Uhrzeit: 18:00–20:00 Uhr
Format: Live (Online via Zoom)
Vortragender: Mag. Dr. Kurt Kotrschal
Inhalte & Vortragender:
Der renommierte Verhaltensforscher Kurt Kotrschal widmet sich in diesem spannenden Fachvortrag der Frage, was unser Verhältnis zu Tieren bestimmt – jenseits von Romantisierung, Nutzen und moralischer Empörung.
Ausgehend von seinem neuen Buch „Unser Recht auf ein Leben mit Tieren“ beleuchtet er anhand aktueller Erkenntnisse aus Psychologie, Biologie und Ethik die vielschichtige Beziehung zwischen Mensch und Tier und zeigt auf, welche Bedeutung Tiere für Wohlbefinden, Gesundheit und unser soziales Zusammenleben haben.
Thematisiert werden unter anderem:
• Die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier aus wissenschaftlicher Sicht
• Die Bedeutung von Tieren für Wohlbefinden, Gesundheit und soziales Zusammenleben
• Widersprüche und gesellschaftliche Entwicklungen im Umgang mit Tieren
• Verantwortung, Respekt und Tierwohl in der Mensch-Tier-Beziehung
Ihr Mehrwert:
• Aktuelle wissenschaftliche Perspektiven auf die Mensch-Tier-Beziehung
• Reflexion über Verantwortung, Ethik und Tierwohl im Zusammenleben mit Tieren
• Neue Impulse für die professionelle tiergestützte Arbeit
Besonders geeignet für:
Therapiebegleithundeführer, Fachkräfte aus Therapie, Pädagogik und Sozialbereich sowie alle Interessierten, die sich mit Mensch-Tier-Beziehungen, Tierwohl und der gesellschaftlichen Bedeutung von Tieren auseinandersetzen möchten.
Anrechnung als Fortbildung:
Der Vortrag wird sowohl von TAT als auch von der staatlichen Prüf- und Koordinierungsstelle für Therapiebegleithunde im Ausmaß von 2 Stunden als Fortbildung anerkannt.
Kosten:
€ 60,– (TAT-Mitglieder € 45,–)