Wissenschaftliches Arbeiten

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  • Weiters finden Sie hier Literatur zum Thema „Tiere als Therapie“
Auszüge aus den wissenschaftlichen Tätigkeiten
von Prim. Dr. Tölk, Frau Dr.in Djalilian und Univ. Prof. Bubna-Littitz

In einer klinischen Studie an der 2. Psychiatrischen Abteilung des Psychiatrischen Krankenhauses Baumgartner Höhe/Pavillion IV sollte im Departement für Gerontopsychiatrie die Auswirkung des Patientenbesuchs mit Tieren auf den Krankheitsverlauf der Alzheimerschen Erkrankung untersucht werden.

Alzheimerstudie

Aus dem Krankengut der Abteilung wurden 27 Patienten in die Untersuchung mit einbezogen. Diese Patienten wurden zweimal pro Woche für jeweils zwei Stunden von Studenten der Veterinärmedizinischen Universität mit ihren Tieren (Hunde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und Ratten) besucht. Parallell wurde von Frau Dr. Djalilian kognitives Gedächtnistraining dreimal pro Woche von jeweils 30 bis 45 Minuten durchgeführt. Insgesamt wurde jedem Patienten diese Behandlung acht Wochen zuteil. Da einige Patienten während der Untersuchung in Pflegeheimen untergebracht werden mußten, standen nur von 14 Patienten vollständige Datensätze für die statistische Auswertung zur Verfügung. Zu Beginn und am Ende der Studie wurden die Patienten mittels des standardisierten Tests (Alzheimers Disease Assessment Scale – ADAS-Test – und Mini-Mental-State – MMS-Test – geprüft. Da bei den Daten keine Normalverteilung vorlag, wurden die Ergebnisse der Tests vor und nach der Therapie mittels Wilcox Matched-Pairs-Signed-Ranks-Test verglichen.

Großer Erfolg

Trotz der geringen Patientenzahl ergaben sich bei einigen Parametern signifikante (p>0.05) Besserungen: Die depressive Verstimmung, das Abzeichnen von vorgegebenen Figuren, die Konzentrationsfähigkeit sowie das Wiedererkennen vorgegebener Begriffe verbesserte sich.

Folgende Parameter zeigten zwar keine statistisch signifikante Besserung, ließen jedoch einen dahingehenden Trend erkennen (0.2

0.05); die freie Reproduktion (ein Gedächtnisparameter), die Orientierung, der Sprachausdruck sowie die Weinerlichkeit der Patienten.

Motivation steigt

Wir vermuten, daß die wichtigste und tiertherapiespezifische Veränderung die Besserung der depressiven Verstimmung ist: Dadurch wird eine allgemeine Aktivierung und Anhebung des Motivationsniveaus erreicht, die auch die Bereitschaft zum kognitiven Gedächtnistraining beim Patienten erhöht.

In einer weiterführenden Studie werden weitere Patienten nur mittels kognitiven Gedächtnistrainings behandelt, um festzustellen, ob die Besserung mehr auf die Tiertherapie oder mehr auf das kognitive Gedächtnistraining zurückzuführen ist.

(Diese Studie wurde durch die finanzielle Förderung seitens der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft und seitens des Institutes für die interdisziplinäre Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung ermöglicht.)

Wissenschaftliche Arbeiten und Sonstiges, die in Zusammenarbeit mit Tiere als Therapie geschrieben wurden:
  • Diplomarbeit von Marina Burgstaller aus Allgemeine Sonderpädagogik und Therapeutisch-funktionelle Übungen, Feb. 2001; Thema: „Der Einsatz von Tieren als unvoreingenommene Co-Pädagogen im Rahmen der tiergestützten Pädagogik in der Allgemeinen Sonderschule bei lern- und geistigbehinderten Kindern“
  • Praxisbericht BPS II über den Verein Tiere als Therapie, Martina Kresse
  • Abschlussarbeit, Thema: „Der Einfluss von Tieren auf die Gesundheit und das Wohlbefinden psychischer Patienten – wie psychische Patienten darüber denken“, Uie-Liang Liou
  • Projekt über Tiertherapie am Pavillon 1 in Lainz; Integrationsklasse HS 12, Singrienergasse 23; SPZ 12, Rosasgasse 23
  • Das Tier als Kotherapeut und Gefahrenquelle; KPS-SMZ-Ost-April 1996
  • Tiere als Co-Therapeuten oder wie wichtig sind Tiere im Alter; Diplomarbeit zu Lehrgang „Gerontologie und Geriatrie“ (Wissenschaftliche Landesakademie Krems)
  • Tier in stationären Einrichtungen für alte Menschen, Vor- und Nachteile aus der Sicht des Pflegepersonals; Diplomarbeit zur Erlangung des Magistergrades der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität Graz
  • Die Rolle von Tieren in der Therapie (Schwerpunkt Geriatrie); Projektarbeit im Fach Pädagogik/Psychologie
  • Tiere als Therapie – eine Zusammenfassung von wissenschaftlichen Studien und Fallbeispielen; Universitätslehrgang Krankenhausmanagement WU-Wien
  • Der Einsatz von Tieren in der Pflege am Beispiel eines Hundes; Universitätslehrgang für leitende Krankenpflegepersonen
    (Gegenwärtig laufen noch einige Arbeiten, von denen ein Titel noch nicht vorliegt.)