Allgemeine Hinweise und AGB’s

Zahlungsmodalitäten (Kurse für Welpen, Junghunde und erwachsene Hunde, Blockausbildung, Prüfunungen)

Die Vereinsmitgliedschaft ist aus versicherungstechnischen Gründen Pflicht bei Teilnahme an allen Kursen, Prüfungen und Nachkontrollen, die der Verein anbietet. Der Mitgliedsbeitrag ist bei Vereinseintritt vor Kursbeginn bzw. immer zu Jahresbeginn einzuzahlen.
Die MindestteilnehmerInnenanzahl für die Abhaltung eines Kurses beträgt 6 Personen, für Prüfungen oder Nachkontrollen 5 Personen. Kursanmeldungen können nur bis spätestens drei Wochen vor Kursbeginn berücksichtig werden. Bei Nichtzustandekommen des jeweiligen Kurses wird die Kursgebühr zurückerstattet. Bei Rücktritt der/s Teilnehmerin/ers bis zu 3 Wochen vor Kursbeginn werden € 20,- einbehalten, bei Rücktritt innerhalb der 3 Wochen vor Kursbeginn werden € 70,- einbehalten. Eine Rückerstattung der Kosten bei vorzeitigem Ausscheiden oder Nicht-Antritt ohne Abmeldung ist nach Beginn der Ausbildung nicht möglich.
Sollte bei den Vorbereitungskursen offensichtlich keine Eignung des Teams gegeben sein, so kann nach Entscheid der Zweigstellenleitung der Kurs für die entsprechenden Teams abgebrochen werden. Die noch offenen Kurseinheiten werden nach Abzug einer Manipulationsgebühr in der Höhe von € 25,-zurückerstattet.
TAT übernimmt keinerlei Verantwortung für allfällig entstandene Schäden während der Ausbildung.

Anmeldemodalitäten / Prüfungszulassung

Kursanmeldung: Anmeldung mind. 3 Wochen vor Kursbeginn, mind. 2 Wochen vor Kursbeginn müssen alle erforderlichen Unterlagen beigebracht werden, sonst kann eine Teilnahme nicht garantiert werden.
Prüfungs-/Nachkontrollanmeldung: Anmeldung (samt erforderlichen Unterlagen, bei Nachkontrolle zusätzlich auch Weiterbildungsnachweis) mind. 2 Wochen vor Antritt zur Prüfung oder Nachkontrolle, ansonsten ist kein Antritt möglich.
Prüfungszulassung: vor Antritt zur Therapiebegleithunde-Prüfung, muss von der Zweigstellenleitung eine Prüfungszulassung erteilt werden. Diese kann von dem/der HundeführerIn (HF) vor dem Vorstand des Vereines beeinsprucht werden. Der Beschluss des Vorstandes ist endgültig.
Die Aufnahme in den Kurs kann von der Zweigstellenleitung unter Angabe von Gründen verweigert werden.
Änderungen der Kurstermine sind uns vorbehalten.

Richtlinien für den Einsatz nach absolvierter Ausbildung

Wird das Team nach absolvierter Ausbildung im Grundberuf des/der HundeführerIn tätig, so ist das Team von Verein Tiere als Therapie als Therapiebegleithunde-Team zertifiziert. In allen anderen Bereichen als dem Grundberuf ist das Team von TAT als Besuchshunde-Team zertifiziert. Nur nach zusätzlicher Absolvierung einer von ESAAT akkreditierten universitären / berufsbegleitenden Fachkraft-Ausbildung (entspricht im Umfang mind. 60 ECTS) und dann ausschließlich im eigenen Grundberuf ist das Team lt. TAT zertifiziert, Tiergestützte Therapie auszuüben. In anderen Berufsfeldern als dem eigenen kann nach Absolvierung der Fachkraftausbildung die Ausübung Tiergestützter Therapie nur unter fachkompetenter Einbindung erfolgen.

Verpflichtungen der Hundeführerin (HF)

Jede/r HF erkennt mit dem Eintritt in eine TAT-Ausbildung an, dass andere, an der Ausbildung/Prüfung beteiligte Personen zu keinem Zeitpunkt während der Ausbildung, bei Assistenzbesuchen, Test oder Prüfung Halter des Hundes im Sinne des Gesetzes sind.
Ein Therapiebegleithund soll vorbildlich gehalten werden und in der Öffentlichkeit allenfalls angenehm auffallen. Mit seiner/ihrer Anmeldung erklärt sich der/die HF bereit:
1. in der Öffentlichkeit mit dem Hund verantwortungsbewusst aufzutreten
2. alle örtlichen Verordnungen bezüglich Hundehaltung einzuhalten
3. seinen/ihren Hund regelmäßig tierärztlich kontrollieren zu lassen
4. eine angemessene Parasitenprophylaxe sicher zu stellen
5. den Hund stets sehr gepflegt zu Einsätzen zu bringen
6. für artgerechte Pflege und Haltung Sorge zu tragen
7. positiv motivierend mit dem Hund zu trainieren
8. Verschwiegenheit zu bewahren über vertrauliche Daten von KlientInnen, die er/sie im Zuge seiner/ihrer Ausbildung, bzw. späteren Einsätze erfährt
Der/die HF verpflichtet sich mit seiner/ihrer Anmeldung verbindlich, alle gesundheitlichen und/oder wesensmäßigen Veränderungen des Hundes sowie Unfälle und sämtliche Auffälligkeiten des Hundes, insbesondere Fehlverhalten, welcher Art auch immer, sei es im Einsatz oder im Privatbereich unverzüglich im Büro des Vereins zu melden. Der/die HF verpflichtet sich, auf den Einsatz des Hundes zu verzichten, sobald es dem Hund nicht mehr zumutbar erscheint (psychische oder physische Überlastung) oder es zu Vorfällen (z.B. Aggression gegenüber Menschen oder Tieren) kommt, die einen weiteren Einsatz verunmöglichen. In diesem Fall oder sonstigen ungünstigen Änderungen der Voraussetzungen sowie bei Vereinsaustritt verpflichtet sich der/die HF sämtliche Einsatzkennungen (Ausweis, Hundeplakette, Brustgeschirr des Hundes) an den Verein zurückzuerstatten. Bitte beachten Sie: das Brustgeschirr des Hundes mit TAT-Logo sowie die Halsplakette des Hundes mit TAT-Logo, welche Sie nach Abschluss der Ausbildung zur Verfügung gestellt bekommen, stellt eine Leihgabe dar und verbleibt immer im Besitz des Vereines. Bei Nicht-Rückerstattung ist ein Ersatz von 65 Euro an den Verein zu leisten.
Ferner bestätigt der/die HF mit seiner/ihrer Anmeldung, dass sie mit diesem Hund noch nie eine Anzeige wegen Aggression gegen Mensch oder Tier erhalten hat und dass der Hund noch nie zu einer ähnlichen Prüfung angetreten ist, wo er wegen Zeichen von Aggression gescheitert ist bzw. dass er noch nie aus irgendeinem Grund von einer ähnlichen Prüfung oder Tätigkeit ausgeschlossen wurde. Sie erklärt, dass der Hund keiner, besonders keiner abgebrochenen Schutzhundeausbildung unterzogen wurde. Hunde, die jeglicher Art von (v.a. abgebrochener) Schutzhundeausbildung unterzogen wurden, sind von der Ausbildung zum Therapiebegleithund ausnahmslos ausgeschlossen. Bei Hunden unbekannter Herkunft (Tierheim) ist dies rechtzeitig vorher abzuklären.
Wird eine Schutzhundeausbildung nach der Ausbildung zum Therapiebegleithund begonnen, ist dies dem Verein zu melden und mit Beginn der Schutzhundeausbildung erlischt die Einsatzberechtigung unwiderruflich. HF und Hund können zu keinen weiteren Prüfungen /Nachkontrollen des Vereines mehr antreten.

Gesundheitliche Eignung des Hundes

Parasitenfreiheit: Voraussetzung für die Teilnahme an allen Kursen, Prüfungen und Nachkontrollen ist der Nachweis einer Entwurmung auf dem Gesundheitszeugnis oder alternativ ein negativer Kotprobenbefund (Flotation: Würmer, Giardien, Protozoen). Die Untersuchung einer Kotprobe bzw. Entwurmung ist bei jedem Tier halbjährlich zu wiederholen, sobald es bei Einsätzen/Assistenzbesuchen auf KlientInnen trifft. Wird das versäumt, erlischt die Einsatzberechtigung mit sofortiger Wirkung, die TAT-Team-Kennzeichen (Ausweis, Logo Brustgeschirr) sind an das Büro zurückzugeben. Bei einem positiven Kotprobenbefund ist der Hund umgehend zu behandeln und der der Erfolg der Behandlung durch eine weitere Kotprobe zu kontrollieren. Während dieser Zeit sind keine Einsätze möglich.
Impfschutz: ordnungsgemäßen Grundimmunisierung und aufrechte Auffrischungsimpfung (SHLTP – Staupe, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose). Tollwutschutz ist ebenfalls vorgeschrieben. Alternativ zur Tollwut-Auffrischungsimpfung wird aber auch ein Titernachweis über 0,5 akzeptiert.
TAT-Gesundheitszeugnis: Das zur Prüfung und Nachkotrolle beizubringende, von einem/einer Tierarzt/ärztin ausgefüllte und unterschriebene Gesundheitszeugnis darf nicht älter als 6 Monate sein. Als Gesundheitszeugnis wird ausschließlich die von der Homepage des Vereines auszudruckende Vorlage akzeptiert. Ab dem vollendeten 10. Lebensjahr des Hundes ist halbjährlich ein Gesundheitszeugnis (ggf. incl. Röntgenbefund) an die zuständige Zweigstelle zu schicken.
Prüfungsalter des Hundes: frühestens und je nach individueller Eignung des Hundes ab dem vollendeten 18. Lebensmonat des Hundes.

Jährliche Nachkontrollen

Für die aufrechte TAT-Einsatzbefähigung sind jährliche Nachkontrollen des Mensch-Hunde-Teams vorgeschrieben (Nachkontrollantritt ist bis zu -/+ 3 Monate um den Termin herum möglich). Bei der Nachkontrolle werden die Punkte der Therapiebegleithundeprüfung verkürzt abgeprüft. Bei Schwächen kann eine Verkürzung der Frist zur nächst folgenden Nachkontrolle von normalerweise 12 Monaten auf 9, 6 oder 3 Monate auferlegt werden.
Weiterbildungsnachweis (für jährliche Nachkontrolle erforderlich): Nachweis über 8 Einheiten (1 Einheit = 45 Minuten) Weiterbildung pro Jahr erforderlich. Im Ausnahmefall können diese Weiterbildungseinheiten auch auf 2 Jahre verteilt werden – jedoch müssen in diesem Fall zumindest 16 Einheiten Weiterbildung innerhalb von 2 Jahren nachgewiesen werden. Details entnehmen Sie bitte dem Infoblatt.

Versicherung während des Einsatzes:

Alle geprüften und regelmäßig nachkontrollierten TAT-Einsatzteams sind mit ihrer eigenen Haftpflichtversicherung abgedeckt. Während der vom Verein TAT vermittelten und über TAT abgerechneten Einsätze sind die Teams noch zusätzlich bei der Wiener Städtischen Versicherung haftpflichtversichert.

ESAAT Info

Die Ausbildung des Vereines TAT zum Therapiebegleithunde-Team für erwachsene Hunde ist vom Europäischen Dachverband für tiergestützte Therapie (European Society for Animal Assisted Therapy – ESAAT) akkreditiert. Der/die HF darf oben genannte Ausbildung als von ESAAT akkreditiert vorstellen, darf jedoch nicht selber als Person unter dem Logo von ESAAT auftreten oder das Logo anderwärtig benützen. Selbiges gilt für das Logo des Vereines Tiere als Therapie.

Foto und Videoaufzeichnungen

Foto- und Videoaufzeichnungen von Kursteilnehmern (im Rahmen von Kursen, Lehrgängen, Workshops, Prüfungen, Nachkontrollen, usw.) dürfen für wissenschaftliche Arbeiten und Veröffentlichungen des Vereins (z.B. Homepage, Vorträge, Programme, Artikel, Presse) anonym verwendet werden. Wenn dies jedoch nicht gewünscht wird, bitte uns per Mail: TAT@vetmeduni.ac.at gesondert mitteilen.

TiertrainerInnen-Ausbildung

Die Anmeldung ist durch das Online- oder PDF-Formular möglich. Die Vergabe der Ausbildungsplätze erfolgt durch den Veranstalter. Die Reihung der ausgewählten TeilnehmerInnen wird von angegebenen trainingsspezifischen Vorkenntnissen / Praxiserfahrungen, dem mit der Anmeldung eingereichten Motivationsschreiben sowie im Zweifel durch persönliche Gespräche beeinflusst und liegt im Ermessen des Veranstalters. Die Anmeldung erhält erst nach Aufforderung des Vereins zur Überweisung der Kursgebühr von € 2.900,– und Bestätigung des Erhaltes durch den Verein ihre Gültigkeit. Eine Rückerstattung der Kosten bei vorzeitigem Ausscheiden nach Beginn der Ausbildung ist nicht möglich. Bei Rücktritt bis zu 3 Wochen vor Kursbeginn werden 10 % der Ausbildungskosten, bei Rücktritt innerhalb der 3 Wochen vor Kursbeginn werden 50 % aufgrund des Bearbeitungs- und Organisationsaufwandes einbehalten. TAT übernimmt keinerlei Verantwortung für allfällig entstandene Schäden während der Ausbildung.

Während der Dauer des Lehrgangs sind Sie automatisch Mitglied bei TAT. Der Mitgliedsbeitrag ist bereits in der Kursgebühr inkludiert. Die Mitgliedschaft erlischt bei Zertifikatsübergabe jedoch maximal nach 2 Jahren. Eine reguläre Mitgliedschaft kann danach jedoch beantragt werden.