Abschlussbericht Volkshilfe-Projekt: „A Gspia fürs Tier“

Kooperation TAT und Volkshilfe:

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Projekt  im Rahmen der Wohnungslosenhilfe „A Gspia fürs Tier“

Viele obdachlose Menschen haben einen Hund, dem meist ihre ganze Liebe und Zuneigung gilt. Dieser Hund ist oft das einzige Wesen, das in diesen schwierigen Zeiten zu ihnen hält. Entsprechend eng ist das emotionale „Band“ zwischen Tier und Mensch,

Wenn diese Menschen in verschiedenen Institutionen unterkommen können, also damit als wohnunslos einzustufen sind, gehen sie zumeist nur, wenn sie dieses Tier mitnehmen können. Glücklicherweise gibt es vor allem in Wien inzwischen viele Häuser für Wohnungslose, wo die Tiermitnahme erlaubt ist.

Häufig führt die Tierhaltung allerdings zum Konflikt mit NachbarInnen oder AnrainerInnen. Viele der Betroffenen riskieren aber lieber eine Delogierung, als ihr Haustier aufzugeben. „Ich habe meinen Hund gerettet, aber mein Hund hat auch mich gerettet, ich würde ihn niemals hergeben!“ erzählt  beispielsweise Herr Hans B.

Frau Sabine Rauscher, Leiterin des Volks-Hilfe-Hauses Breitenfurterstraße, Sozialarbeiterin und akademisch geprüfte Fachkraft für tiergestützte Therapie hat diese Problematik erkannt und um bei Hilfestellung in diesen Fällen  geben zu können, hat sie das Projekt „A Gspia fürs Tier“ gegründet.

Gemeinsam mit dem Verein „Tiere als Therapie“ wurden im Rahmen eines Pilotprojektes von Oktober bis Dezember 2014 neun verschiedene Häuser und Insitutionen z. B. Caritas, Neunerhaus, Volkshilfe, Samariterbund uÄ. betreut.

Die Unterstützung wurde für die KilentInnen in Form von grundlegenden Trainingshilfen und Infos für den Umgang mit den Tieren und zur artgerechten Tierhaltung , für das Personal in Form von Schulungen für den Umgang mit dem tierhaltenden Klientel und für Basiswissen der Tierhaltung geboten, in Einzelfällen wurde von tiergestützer Therapie eingesetzt . Das Angebot umfasste aber auch die Absolvierung des Hundeführscheines bis zur Medaiaton bei Konflikten. Fast 100 KlientInnen konnten in dieser Zeit mit bestem Erfolg betreut werden.

Dieses Projekt ist europaweit einzigartig und vorbildhaft, es dient der   Verbesserung des Umgangs zwischen Mensch und Tier zugunsten eines friedlichen Zusammenlebens, von dem alle profiiteren.

Es ist zu hoffen, dass die zuständigen Stellen dies auch erkennen und eine Fortsetzung von „A Gspia fürs Tier“ ermöglichen.